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Markisen Fachbegriffe

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Im Bereich der Markisen und Sonnenschutz-Technik trifft man als zukünftiger Käufer einer Markise oft auf Fachbegriffe, bei denen man nicht genau weiß, was damit gemeint ist. Aus diesem Grund finden Sie hier eine kleine Übersicht mit einigen Fachbegriffen aus dem Bereich Sonnenschutz Markisen und Ersatzteile für Markisen.

Acryl

Die meisten Markisen-Stoffe werden aus Acryl oder Polyesterfasern hergestellt. Besonders geeignet ist allerdings Acryl, da dieses in hohem Maße resistent gegenüber der Sonnenstrahlung ist. Die ungeschützten Fasern, welche zum Beispiel aus Baumwolle, Nylon oder Polyäthylen bestehen, verlieren schon nach einigen Jahren deutlich an ihrer Reißfestigkeit und müssen dementsprechend oft erneuert werden. Bei dem Acrylgewebe wird die Reißfestigkeit des Stoffes weniger durch die UV-Strahlung der Sonne abgebaut. Dadurch haben Sie weniger Instandhaltungskosten und eine länge Lebensdauer des Markisen-Stoffes. Ein weiterer sehr erwünschter Nebeneffekt ist, dass durch die Acrylbestandteile die Farbe des Markisen-Stoffes nicht so schnell ausbleicht und länger leuchtend bleibt.

Aluminium stranggepresst

Aluminium an sich ist ein leichter Werkstoff, welcher dennoch eine hohe Festigkeit aufweist. Bei einer hohen Temperatur und hohem Druck lässt sich Aluminium relativ leicht in jede nur erdenkliche Form bringen, beziehungsweise gießen. Aus diesem Grund werden lange Bauteile und auch manche Halterungen an den Markisen aus stranggepresstem Aluminium hergestellt. Um das Aluminium-Produkt vor Korrosion zu schützen, wird es pulverbeschichtet oder eloxiert. Der größte Vorteil an stranggepressten Aluminium ist seine hohe Festigkeit bei ebenfalls hoher Elastizität.

Armlager

Markisen haben so genannte Markisen-Arme. Diese haben an ihren Drehpunkten Lager, welche die Kräfte zum Einfahren, beziehungsweise Ausfahren der Markisen aushalten müssen. Zu diesen Kräften kommen die Kräfte hinzu, die auftreten, wenn starker Wind  weht, so genannte Biegekräfte. Viele Hersteller achten deshalb besonders bei der Herstellung Ihrer Markisen auf solch wichtigen Bauteile.

Befestigungskonsole

An Markisen werden die Bauelemente als Befestigungskonsole bezeichnet, welche als Halter an die Decke, an die Wand oder an Dachsparren geschraubt werden und somit die Markisen darin eingehängt werden können. Dabei gibt es verschiedene Varianten zum Einhängen der Markisen. Bei einer offenen Gelenkarmmarkise wird nur das Markisen-Trägerrohr in die Konsole eingehängt. Bei Kassetten-Markisen hingegen wird der gesamte Kassetten-Markisen-Kasten an der Befestigungskonsole angebracht.

Elektroantrieb

Bei der Bestellung von Markisen können Sie inzwischen auch einen elektrischen Antrieb auswählen. Dieser Elektromotor, welcher oft auch als Rohrmotor bezeichnet wird, wird in die Markisen-Tuchwelle eingeschoben. Dadurch ist der Markisen-Motor nicht mehr zu sehen und zusätzlich noch vor unerwünschten Witterungseinflüssen geschützt. So ein Markisen-Rohrmotor hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Millimeter und wird bei herkömmlichen Markisen mit einer Spannung von 230 Volt betrieben.

Elektroantrieb für Markisen mit Fernbedienung

Bei dem Elektroantrieb mit Fernbedienung muss der Rohrmotor nicht mit einem Schalter bedient werden. Das Ein- und Ausfahren geschieht vollautomatisch per Knopfdruck über einen Funksender. Diese Variante ist besonders praktisch, da man beispielsweise bequem vom Gartenstuhl aus die Markisen ausfahren kann.

Eloxierung

Bei der Eloxierung wird durch Strom Aluminium zum Oxidieren gebracht. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von elektrolytisch oxidiertem Aluminium. Ziel dieses  Verfahrens ist es, eine maximal 25 Mikrometer dünne Schutzschicht auf der Oberfläche zu erzeugen. Diese Schicht schützt das Metall vor der Oxidation, welche auch als Korrosion oder als Rosten bezeichnet wird.

Gehäuseprofile

Bei den Markisen für Balkone gibt es grundsätzlich drei verschiedene Anlagentypen, zwischen denen man unterscheidet. Die Markisen werden eingeordnet in offene Anlagen, Kassetten-Markisen und Hülsen-Markisen. Bei letzteren zwei Markisen-Anlagen ist das Markisen-Tuch komplett geschützt, da es sich beim Einfahren im Markisen-Profil befindet. Bei der ersten Variante, den offenen Markisen-Anlagen, ist das Anbringen eines Schutzdaches möglich, dieses ist gegen einen relativ geringen Aufpreis extra erhältlich. Ein Vorteil der Kassetten-Markisen ist, dass die gesamte Markisen-Technik im Markisen-Profil untergebracht und so optimal geschützt ist.

Gelenkarme

Bei den Markisen-Gelenkarmen handelt es sich um stranggepresstes Aluminium, welches über innen liegende, geräuschdämmende Federn verfügt. Dabei sind die Armhalter und die Mittelgelenke so gelagert, dass diese keiner weiteren Wartung unterliegen (wartungsfrei). Die Neigungsjustierung für die Markisen-Gelenkarme ist leicht zugänglich und kann bis zu einem Winkel von 45 Grad eingestellt werden.

Gesenkgeschmiedet

Wenn bei Markisen der Begriff Gesenkgeschmiedet fällt, sind einzelne Teile der Markise von extrem großer Festigkeit und Stabilität. In diesem Zuge sind diese Teile dennoch relativ sehr elastisch. Das Gegenteil zu gesenkgeschmiedet ist der Aluminiumguss; dieser hat zwar ebenfalls einen relativ hohen Härtegrad, ist dabei aber sehr spröde.

G-tot Gesamtenergiedurchlassgrad

G-tot ist die Bezeichnung für den Gesamtenergiedurchlassgrad, auch als G-Wert bezeichnet. Er ergibt sich aus dem Anteil der Energie, der direkt durch den Stoff gelassen wird und dem Anteil der Energie, der vom Stoff absorbiert wird und erst später hindurchgelangt. Je niedriger der G-tot-Wert ist, desto langsamer findet der Wärmeaustausch durch den Markisenstoff statt und desto kühler bleibt es in Räumen, die z. B. durch eine Fallarmmarkise vor Sonne geschützt werden. Für einen besonders hohen Wärmeschutz und Lichtschutz sind G-Werte unter 0,1 zu empfehlen, welche von den meisten unserer Markisen geboten werden.

Handkurbel

Bei den Markisen gibt es verschiedene Ausführungen, unter anderem auch die Gelenkarm-Markise. Diese Markisen können mit einem Elektromotor betrieben werden, oder mit einer  Handkurbel. Dabei müssen Sie nicht auf den guten Standard verzichten, da es inzwischen ergonomisch geformte Kurbeln für die Markisen gibt. Und für den Fall der Fälle ist es auch möglich, den Elektromotor der Markisen mit einer Kurbel zu bedienen. So können Sie auch bei einem Stromausfall, zum Beispiel durch ein Unwetter, die Markisen einfahren.

Lichtdurchlässigkeit

Die Lichtdurchlässigkeit eines Stoffes wird vorwiegend von seiner Stoffdichte und Farbe bestimmt und wird auch als Transmission bezeichnet. Helle Stoffe lassen mehr Licht durchscheinen als ein vergleichbares dunkleres Gewebe. Die Lichtdurchlässigkeit wird in % angegeben und gibt an, wie viel Licht durch den Stoff hindurch gelangt. Ein Stoff mit 1 % Lichtdurchlässigkeit ist also verdunkelnd, wobei der Bereich unter der Markise natürlich noch durch die offenen Seiten beleuchtet wird. Eine niedrige Lichtdurchlässigkeit bedeutet gleichzeitig auch einen hohen Wärmeschutz

Imprägnierung

Für Sonnenschutz Markisen gibt es verschiedene Imprägnierungen. Eine Imprägnierung ist in diesem Fall ein Schutz für das Markisen-Tuch. Dabei wird das Markisen-Tuch durch einen wasserabperlenden Effekt vor unnötiger Nässe geschützt. Des Weiteren ist durch die Imprägnierung der Schutz vor fetthaltigem Schmutz und Öl gewährleistet.

Markisen-Fallstange (Ausfallprofil)

Die vorderste Stange bei Markisen wird als Markisen-Fallstange, oder auch Ausfallstange, beziehungsweise Ausfallprofil bezeichnet. An dem Markisen-Ausfallrohr sind die Markisen-Arme und das Markisen-Tuch befestigt. Das Markisen-Ausfallrohr ist in den meisten Fällen rohrförmig und in einigen Ausnahmen auch quadratisch. Bei Bedarf können Sie an dem Markisen-Ausfallrohr ein Volant befestigen. Bei Kassetten-Markisen spricht man hingegen von einem Ausfallprofil, da bei diesen Markisen das Ausfallprofil so groß ist, dass es bei eingefahrener Markise den gesamten Markisen-Kasten verschließt und somit ein Profil bildet.

Markisen-Tuchwellenhalter

Als Tuchwellenhalter werden die Verbindungsstücke bezeichnet, welche das Tragrohr mit der Tuchwelle am äußeren Ende der Markise verbindet. Um Gewicht zu sparen, sind diese Bauteile meist nur noch aus Aluminium gefertigt.

Pulverbeschichtung

Bei der Pulverbeschichtung ist das Material, meist Aluminium, bereits beschichtet. Auf diese Beschichtung wird dann ein Pulver aufgesprüht. Nach dem dies geschehen ist, werden die beiden Materialien in einem Ofen, durch Einwirkung von großen Hitze, miteinander verbunden. Man spricht hier auch vom „verbacken“ der Materialien. Der wohl größte Vorteil bei der Pulverbeschichtung von Markisen-Bauteilen ist, dass keinerlei Lösungsmittel zum Einsatz kommen und so die Umwelt geschont wird. Die Pulverbeschichtung ist auch viel resistenter gegenüber Schlägen oder starker Belastung. Verschiedene Tests an Markisen haben bereits ergeben, dass die Pulverbeschichtung noch lange hält, während ein normaler Lack schon weggeplatzt ist und gegebenenfalls neu lackiert werden muss.

Sonnenwächter

Markisen dienen im wesentlich ja nur einem wirklichen Zweck, dem Sonnenschutz. Aus diesem Grund gibt es für Markisen viele elektronische Helfer, um den Sonnenschutz von Markisen bestmöglich einsetzen zu können.

Der Sonnenwächter fährt die Markisen aus, wenn die Sonne zu stark scheint. Dabei wird die Intensität des Sonnenlichtes in LUX gemessen. Im selben Zuge kann der Sonnenwächter die Markisen auch wieder einfahren, wenn es wieder schattiger wird und die Sonne nicht mehr so stark scheint. Dieser Vorgang des Sonnenschutzes mit Markisen ist voll automatisiert und eignet sich besonders für gewerblich genutzte Flächen.

Tragrohr an Markisen

Das Tragrohr bei Markisen ist aus Stabilitätsgründen aus Stahl gefertigt. An diesem sind die Markisen-Arme über die Rohrhalter, die Tuchwelle und die Markisen-Konsole befestigt. Einzige Ausnahme bilden die Kassetten-Markisen, da hier meistens der Kassetten-Kasten der Markise selbsttragend ist. Wichtig bei dem Tragrohr ist, dass es sehr stabil ist. Es muss die gesamte Kraft tragen können, welche über das Markisen-Tuch auf das gesamte Markisen-Gestell geleitet wird. Aus diesem Grund gilt für Markisen-Tragrohre auch ein einfacher Leitsatz: Je größer der Tragrohr Durchmesser, desto stabiler die Markise.

Tuchwellen

Die Tuchwellen befinden sich meist am oberen Rand der Markisen. Auf den Markisen-Tuchwellen ist das Markisen-Tuch aufgewickelt. Die Tuchwellen sind dabei so gelagert, dass diese drehbar sind. Aus diesem Grund ist auch öfters der Begriff Wickelwellen in diesem Zusammenhang zu hören. Wenn eine Markisen-Tuchwelle stark durchhängt, wird auch das eigentliche Markisen-Tuch stark durchhängen. Deshalb wird versucht, die Markisen-Tuchwellen so zu konstruieren, dass diese möglichst steif ist und so ein durchhängen vermieden wird. Am einfachsten kann dies durch ein Vergrößern des Markisen-Tuchwellen-Durchmessers erreicht werden.

UPF

Der UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor) gibt den Lichtschutzfaktor vor ultravioletter Strahlung an, der durch dieses Gewebe gewährleistet wird. Der jeweilige Wert gibt die Menge an abgehaltener UV-Strahlung an. Je höher dieser Wert ist, desto höher ist auch der Schutz vor UV-Strahlung. Markisenstoffe haben meist einen UPF-Wert zwischen 40 und 80 und erfüllen so die Europäischen Standards für Sonnenschutzstoffe.

Wärmetransfer

Der Wärmeschutzwert eines Stoffes gibt an, wie viel direkte Sonnenwärme durch das Gewebe gelangt. Der Wärmetransfer, auch als Energiedurchlässigkeit bezeichnet, verhält sich proportional zur Lichtdurchlässigkeit. Gelangt mehr Lichtenergie durch einen Stoff, wird es dahinter bzw. darunter auch wärmer. Die Energiedurchlässigkeit von Markisenstoffen liegt meist zwischen 1 und 20 %. Manche können also fast die gesamte Sonnenenergie abhalten.

Windwächter

Der Windwächter ist ein elektronisches Bauteil an einer Markise, welcher die Lebensdauer der Markise verlängern soll. Die Funktionsweise eines solchen Markisen-Windwächters ist so genial wie einfach. Der Windwächter misst ständig die aktuelle Windgeschwindigkeit. Ist der Wind dabei zu stark, werden die Markisen automatisch eingefahren. Durch dieses kleine Bauteil wird so auf einfachste Weise ein Wegknicken der Markisen bei zu starkem Wind verhindert. Leider ist der Markisen-Windwächter nicht standardmäßig bei allen Markisen erhältlich. Aber der relativ geringe Aufpreis ist seine Investition Wert.

Verzinkung

Durch das Verzinken bestimmter Markisen Teile soll ein Schutz des Stahles vor Korrosion, beziehungsweise Rost, erreicht werden. Selbst wenn Kratzer in die Oberfläche des Stahles kommen, fangen diese durch die Verzinkung nicht an zu Rosten. Solch einen guten Korrosionsschutz kann man am besten an Straßenlaterne sehen. Der einzige Nachteil an dieser Methode des Markisen-Rostschutzes ist das enorme zusätzliche Gewicht.


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